Vive la France!! Eclairs und die hohe Kunst der französischen Patisserie.

In meinem Urlaub nahm ich mir Zeit um endlich Eclairs zu backen und ich muss zugeben man spricht nicht umsonst bei der Patisserie von der „hohen Kunst der fanzösischen Patisserie“.
Nachdem ich jetzt ein wenig Erfahrung mit französischem Gebäck gemacht habe, kann ich sagen es ist nicht ganz einfach so ein leckeres kleines Teilchen zuzubereiten, das dann auch noch gut aussieht.
Bei allem was ich bis jetzt aus der „Vive la France“ Reihe gebacken habe, musste ich auch ein paar mal ganz leise fluchen.

IMG_0210.JPG

Bei den Macarons dachte ich mir schon das das nicht einfach wird. Die Galette war eigentlich einfach man musste nur den Teig schnell verarbeiten damit er diese wichtigen Butterstückchen behält die dann den Teig so knusprig machen.
Am einfachsten waren die Brioche, Hefeteig in Förmchen, backen und fertig.

Jetzt aber zu den Eclairs.

Eclairs5

Ich dachte ja, das wird sowieso einfach.
Brandteig mit Konditorcreme füllen und glasieren, fertig.
Haha, von wegen, natürlich gab es wieder kleine Tücken.
Mir ist der Brandteig zu flüssig geraten, dem zu folge sind dann die behutsam gespritzten Eclairs zu Fladen verlaufen und so waren meine Eclairs dann ein wenig flacher als sie hätten werden sollen. Naja man sollte auch beim Eierkauf auf die größe der Eier achten und nicht gerade XXL Eier kaufen (die armen Hühner) wenn man S Eier braucht.

Aber dem Geschmack hat das kein wenig abgetan. Sie haben genauso lecker geschmeckt wie die die ich in Frankreich probiert hatte, und das erstaunliche finde ich immer, man denkt diese süßen Teile mit Glasur sollten zuckersüß schmecken aber das tun sie gar nicht. Zu einer Tasse Kaffee oder Tee sind sie genau richtig.

IMG_0209.JPG

Hier das Rezept für 6 Eclairs
125ml Wasser
1/2 TL Zucker
1/4 TL Salz
55g Butter
70g Mehl
3 kleine Eier

Konditorcreme
1/2 Vanilleschote
250ml Vollmilch
3 Eigelb
60g Zucker
25g Stärke
25g Butter

100g Puderzucker
1EL Milch

Zuerst die Creme herstellen, hierfür die Milch mit dem ausgekratzten Vanillemark und der Schote zum kochen bringen.
In einer anderen Schüssel die Eigelb mit dem Zucker und der Stärke kräftig verrühren. Die kochende Milch langsam zugießen und alles kräftig verschlagen. Die Mischung durch einen Sieb zurück in den Topf geben und bei starker Wärmezufuhr unter ständigem rühren kochen.
Sobald die Creme eindickt vom Herd nehmen und die Butter unterrühren. Nun die Creme in eine Schüssel umfüllen mit Frischhaltefolie so abdecken das sie keine Haut bildet und im Kühlschrank erkalten lassen.
Nun den Brandteig zubereiten.
Ofen auf 180° C vorheizen.
Das Wasser, Zucker, Salz und Butter in einem Topf bei mittlerer Hitze erhitzen. Wenn die Flüssigkeit aufkoch vom Herd nehmen. Unter ständigem schlagen mit dem Schneebesen das Mehl unterrühren bis die Masse ein Kloß bildet und sich vom Boden löst. Zurück auf die Kochstelle und 2 Minuten abbrennen. Erneut vom Herd nehmen und die Eier einzeln unter ständigem schlagen einarbeiten.
Den Teig in einen Spritzbeutel mit 8er Sterntülle füllen und auf ein mit Backpapier belegtes Blech 15cm lange Streifen spritzen.
Die Eclairs nun für 25-30 Minuten im Ofen goldbraun backen.
Herausnehmen und auf einem Gitter auskühlen lassen.
Die erkalteten Eclairs an einer Seite aufschneiden und die Creme mit einem Spritzbeutel längs einfüllen.
Für die Glasur einfach den Puderzucker mit der Milch verschlagen und die Eclairs damit bestreichen.
Das ist alles eine sehr klebrige Sache aber ich hab ja nicht gesagt das es einfach wird.
Ich hoffe Du hattest viel Spaß beim lesen und wünsche Dir mehr Glück beim zubereiten als ich hatte.

Eclairs3

Genieß noch das wunderschöne Herbstswochenende.

Avec amour ♥ Andrea

Vive la France!! Galette de poires; Rezept für französische Birnen-Galette mit Walnüssen

Bonjour,
heute geht es weiter in der Patisserie und ich darf Dir die Galette vorstellen.
Es ist eine Art Mürbteig-Pizza mit Obst belegt und den Rand leicht darübergeschlagen.
Durch eiskalte Butterstückchen wird der Teig schön knusprig.
Man kann die Galette gerne auch warm als Dessert servieren mit einer Kugel Vanilleeis, aber zum Kaffe am Nachmittag schmeckt sie genau so lecker.

IMG_0104.JPG

IMG_0106.JPG

Hier zum Rezept

250g Mehl
2 EL Zucker
1 Prise Salz
150g kalte Butter
etwas geriebene Zitronenschale
6EL Eiswasser

2 große Birnen
2 EL gehackte Walnüsse
50 g Butter
1–2 EL brauner Zucker

Zubereitung

Für den Teig Mehl, Zucker und Salz in einer Schüssel vermengen.
Die kalte Butter in Würfel schneiden.
1/3 der Butter grob mit den Fingern in den Teig einarbeiten, und zwischen den Fingerkuppen zerbröseln.
Restliche Butter und Zitrone ebenso einarbeiten und dabei darauf achten, dass einige grössere Butterstückchen im Teig bleiben.
Das ist das Geheimnis für ein knuspriges Ergebnis.
Kaltes Wasser zugeben und den Teig rasch zu einer Kugel zusammendrücken. Nicht kneten, die Butterstücke sollten noch immer sichtbar sein.
Teig leicht flach drücken, in Frischhaltefolie wickeln und im Kühlschrank mindestens 30 Minuten ruhen lassen.
Ofen auf 180°C vorheizen
Währenddessen die Birnen waschen, Kernhaus entfernen und in dünne Spalten schneiden.
Butter in einem kleinen Topf bei kleiner Hitze schmelzen lassen.
Teig aus dem Kühlschrank nehmen und mit einem Nudelholz einen Kreis 4 Millimeter dick ca. 30cm Durchmesser ausrollen.
Auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen und mit den Birnen belegen.
Rand grosszügig einschlagen.
Butter schmelzen und Birnen damit bestreichen, die Walnüsse und etwas braunen Zucker drüber streuen.

Im Ofen 20–25 Minuten backen. Eventuell ein bis zwei Mal im Ofen drehen, damit sie gleichmässig gebacken wird.

Galette2

Galette6

Nächstes Mal in der Patisserie gibt es Eclairs.
Ich hatte das Vergnügen mein 1. Eclair in Straßburg zu kosten und ich bin total verliebt in diese kleinen Sünden.

Au revoir
avec amour ♥ Andrea

Torta prugne; Rezept für Zwetschgendatschi

Schuppdiwupp, schon ist es September und es wird herbstlich draussen.
Heute ist es bei uns wieder schön und man kann es draussen in der Sonne gut aushalten.
Findest Du nicht auch das es schon sehr herbstlich ist?
Was passt da besser als ein Zwetschgendatschi, und da mein Opa heute Geburtstag hat wird mit Zwetschgendatschi und Kaffe der Herbst eingeleutet.

Dieses Jahr soll es ja laut 100-jährigem Kalender ein schöner Altweibersommer werden und wir können uns noch auf ein Paar warme Sonnentage im Spätsommer freuen.
Seit Jahren mach ich immer das selbe Rezept und für micht gibt es auch kein anderes was dieses je ablösen wird.
Leichter Rührteig mit Streuseln, schnell und unkompliziert.

IMG_0014.JPG

Vielleicht kennst Du es schon von meinem Aprikosen-Streusel-Kuchen.

Also hier zum Rezept
Für den Rührteig

5 EL geschmolzene Butter
5 EL Zucker
1Pk. Vanillezucker
1Ei
200g Mehl
2TL Backpulver
200ml Milch
1kg Zwetschgen

Eier mit Zucker und Vanillezucker schaumig schlagen. Butter unterrühren.
Mehl und Backpulver mischen und abwechselnd mit der Milch unter die Eier rühren.
Teig in eine eingefettete mit Mehl bestäubte Spring- oder Tarteform geben.
Zwetschgen entkernt und geviertelt, auf den Teig legen.
Ich hatte noch vom letzten mal gefrorene Streusel und hab die draufverteilt.
Falls Du keine zur Hand hast, hier das Rezept.

Steusel:
200g Mehl
150g Zucker
125g weiche Butter

Alle Zutaten für die Streusel zuerst mit dem Knethaken dann mit den Fingern zu Streuseln verarbeiten.
Da Zwetschgen und Zimt perfekt zusammenpassen, streue ich noch 1TL Zimt auf die Streusel.
Nun den Kuchen bei 200 Grad 25 Minuten backen.

So und das wars schon.
Superschnell und superlecker so ein Herbstkuchen.

Zwetschgendatschi (32)

Zwetschgendatschi

Ich wünsche Dir ein schönen Septemberanfang und einen guten Start in die Woche.

Con amore ♥ Andrea