Schwarzwälder Kirsch Torte zur Taufe von Emmi

Oh ich bin ganz aufgeregt.
Heute darf ich für Freunde eine Tauftorte backen, eine Schwarzwälder Soll es werden.
Visitenkarten habe ich aus diesem Grund auch schon mal gebastelt. Vielleicht bekomm ich ja noch mehr „Aufträge“.
Die Vorlage und Idee ist von einer Bloggerin, die mich sehr inspiriert. Daniela K.von klitzeklein
Sie macht das schön länger und das richtig gut. Unter anderem hat sie auch schon Visitenkarten gebastelt und das habe ich gleich ausprobiert.

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Eigentlich sollte ich mit meiner Mama in Cannobio am Lago Maggiore sein, aber leider ist das Wetter hier im Süden Deutschlands und in Norditalien sehr schlecht, und bei Regen über einen italienischen Markt schlendern ist auch nicht so spaßig. Also sind wir hier geblieben und ich konnte mich ganz aufs Torten backen und dekorieren freuen.

Für die Torte hab ich mir überlegt, ich mache eine klassische, mit einer Wimpelkette mit dem Namen des Täuflings oben drauf.

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Die Schokoraspel hab ich auch selber gemacht. Bei Jamie Oliver habe ich gesehen wie man das ganz leicht macht. Man legt eine Tafel vor sich auf die Küchenplatte, legt ein scharfes Messer hochkant auf die Schokolade und Schabt dann immer zu sich hin und drückt dabei mit dem Bauch oder Schenkel ( kommt drauf an wie groß ihr seid ) gegen die Tafel.
Und so schabt man bis man die gewünschte Menge Raspel hat. Ist zwar ne kleine Sauerei, da die Schokolade so hauchzart ist und sofort an den Händen schmilzt aber dafür haben wir wunderschöne hauchdünne Schokoladenraspel. Die habe ich auch übrigens bei meinem Tiramisu verwendet.

So jetzt aber zum Rezept.

Zuerst den Biskuit zubereiten

140g zartbitter Kuvertüre
75 g Butter
6 Ei(er)
180 g Zucker
100 g Mehl
50 g Speisestärke
2 TL Backpulver

Springform 26cm einfetten und mit Backpapier auslegen.
Kuvertüre mit Butter im warmen Wasserbad schmelzen, erkalten lassen. Die Eier trennen. Eiweiße zu steifem Schnee schlagen. Eigelbe mit Zucker schaumig rühren. Kuvertüre unterrühren. Es ist wichtig das die Kuvertüre nicht mehr heiß ist, sonst stockt das Eigelb.
Mehl mit Stärke und Backpulver über den Eischnee sieben und locker unter die Schokoladenmasse heben. Biskuit in die Springform füllen.
Im vorgeheizten Backofen bei 175°C 40-45 Min. backen.
Biskuit auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.

Nach dem Erkalten zweimal waagerecht durchteilen, dazu am Rand waagerecht mit einem Messer ein wenig einschneiden, ein Stück Küchengarn um den Boden legen und über Kreuz herausziehen.

Die Füllung:

400g Kirschen (Sauerkirschen aus dem Glas), Abtropfgewicht
250ml Saft (Kirschsaft)
2 EL Speisestärke, gestrichen
1 EL Zucker
100 ml Kirschwasser
800 ml Sahne
3 Pck. Vanillezucker
Kirschen, kandiert
1 Tafel

Sauerkirschen durch ein Sieb gießen und vom Saft trennen, Speisestärke mit Zucker vermischen und mit etwas Saft glatt rühren. Den restlichen Saft zum Kochen bringen, die Speisestärke hineingeben und aufkochen lassen, die Kirschen hineingeben und etwas abkühlen lassen, mit der Hälfte des Kirschwasser versetzen. Unteren Boden mit Kirschwasser tränken und die Kirschmasse darauf verteilen, auskühlen und gelieren lassen.

Sahne mit Vanillezucker steif schlagen.
Den Boden auf eine Tortenplatte legen und mit einem Viertel der steifen Sahne abdecken. Zweiten Tortenboden obenauf legen und mit dem zweiten Viertel der Schlagsahne bedecken und mit dem letzten Biskuitboden bedecken.
Diesen auch mit Kirschwasser aromatisieren. Die Torte rundherum mit Sahne bestreichen, einen Rest für die Verzierung in eine Spritztüte füllen. Den Rand und die Oberfläche mit den super leckeren Schokoladenraspeln bestreuen.

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Und fertig ist meine Schwarzwälder. Jetzt kann sie abgeholt und verspeist werden.

So dann hoffe ich mal das meine Torte gut ankommt.
Euch wünsche ich noch ein schönes Restwochenende.

Con amore Andrea

Schweizer Rüblitorte

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Ein bißchen spät, aber lecker. ( schmeckt auch nach Ostern )

Dieses leckere Rezept habe ich aus einem uralten Backblech von meiner Mama. „Backvergnügen wie noch nie“.Jedes Jahr freue ich mich immer wieder diese traditionelle Torte zu Backen. Am besten man backt sie 2 oder sogar 3 Tage vor dem Verzehr, denn wenn die Torte so richtig durchgezogen ist, schmeckt sie nochmal leckerer.

Zutaten für eine Springform 26cm

7 Eigelb
300g Zucker
Je eine Prise Salz, Zimt und Nelkenpulver
2 EL Kirschwasser
200 g geriebene Karotten
Je 120 g geschälte gemahlene Mandeln und Haselnüsse
50 g Semmelbrösel
50 g Mehl
1 TL Backpulver
5 Eiweiß

200 g Puderzucker
2 EL Kirschwasser
2 EL Zitronensaft

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Zubereitung

Den Boden einer Springform mit Butter ausstreichenbackofen auf 190 grad vorheizen.
Eigelb mit 200g Zucker, Salz dem Zimt und dem Nelkenpulver und dem Kirschwasser *hicks* schaumig rühren. Die Karotten, die Nüsse, Semmelbrösel und das mit dem Backpulver gesiebte Mehl mischen und alles mit der Eigelbmasse verrühren. Die Eiweiß mit dem restlichen Zucker zu steifem Schnee schlagen und unter den Teig heben. Den Teig in eine Springform füllen, glatt streichen und auf der zweiten Schiene von unten 45-55 Minuten backen.
Auskühlen lassen und aus der Springform lösen.

Wenn möglich die Torte jetzt 2 Tage ziehen lassen.

Den Puderzucker mit dem Kirschwasser und dem Zitronensaft (wenn Kinder mitessen, einfach Kirschwasser durch Zitronensaft ersetzen) glattrühren und damit die Torte glasieren. Den Rand mit Mandelblätter verzieren.

Ich habe oben drauf einfach frische Blumen gelegt. Sieht Edel aus finde ich.
Ihr könnt aber auch die Torte traditionell mit Marzipanmöhrchen verzieren.

Dann lasst es euch mal schmecken.

Con amore Andrea

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Pasticini di mandorle al pistacchio

Kleine Sünden aus Italien….

Kennt ihr das leckere Mandelgebäck aus Italien?
„Pasta di mandorle“

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Man kann sie auf den Märkten und in der Pasticceria kaufen. Es gibt verschiedene Sorten, limone, pistacchio, amarena, aranchia und einfach die klassischen.
Diese kleinen Köstlichkeiten werden aus Mandeln, Zucker und Eiweiß gemacht. Je nach Geschmack wird dann noch Zitronenschale, Orangenschale oder Pistazien in den Teig gemischt oder mit einer Amarenakirsche garniert.

So jetzt aber zum Rezept für ca 40 Paste di mandorle al pistacchio

400g gemahlene Mandeln ohne Schale
100g fein gemahlene Pistazien
400g Zucker
25g Akazienhonig
175gr Eiweiß (ca. 5-6 Eiweiß)

Gehackte Mandeln zum ummanteln

Alle Zutaten mischen und mit der Küchenmaschine zu einem Teig rühren. Der Teig muss klebrig sein, sich aber gut formen lassen. Ungefähr so wie nasser Sand. Das heißt er sollte nicht an der Hand kleben bleiben beim Rollen. Nun den Teig zu kleinen Kugeln formen, ungefähr so groß wie Giotto. Wenn die Kugeln fertig sind jeweils in den gehackten Mandeln wälzen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. Über Nacht, oder mindestens 4 Std, im Kühlschrank ruhen lassen.
Dann bei 200 Grad im vorgeheizten Ofen ca 10-15 min goldbraun backen.
Die Bällchen sollten innen noch weich sein und außen knusprig.

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So einfach und doch so unglaublich lecker
Dazu einen guten Cappuccino, Hmm….

Dann wünsche ich euch viel Spaß beim Nachbacken
Erzählt mir doch welcher euer Favorit ist.

Con amore Andrea