Vanillekipferl

Vanillekipferl sind nicht wegzudenken aus der Weihnachtsbäckerei.
Nur bei dem Gedanken an das lecker mürbe, lockere vanillige Kipferl zaubert es mir schon ein Lächeln ins Gesicht.
Kennt ihr die Geschichte der Kipferl? Ich weiß nicht ob sie wirklich wahr ist, finde aber sie hört sich sehr nett an und muss deshalb erzählt werden.

Als damals die Türken vor den Toren Wiens standen haben Bäcker als Willkommensgeschenk kleine Halbmonde gebacken. Und so entstand das Hörnchen, Kipferl und wie es sonst noch heißt. Die Türken haben damals auch so den arabischen Kaffee zu uns nach Europa gebracht. Der Halbmond ist bis heute in der türkischen Flagge zu sehen.

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Zimtsterne gehören traditionell zu Weihnachten.

…und Zimtsterne sind eine von vielen Plätzchen die man mit Eiweiß machen kann, von dem wir genug übrig haben.
Ein Tipp von mir. Nimmt immer nur 2 oder 3 Eiweiß zusammen in einen Aufbewahrungsbehälter, dann habt ihr es beim dosieren einfacher.
Zimtsterne sind sehr lecker und das ganze Haus duftet nach Weihnachten.
Sie sind schon etwas aufwändiger aber der Aufwand lohnt sich wirklich, versprochen.

Man kann kleine und große machen, oder Sternschnuppen und mit Walnüssen verzieren.

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Also nun zum Rezept.

Zutaten für ca 50 Stk.
250 g Puderzucker
3 Eiweiß
Salz
2 gestrichene TL Zimt
350 g gemahlene Mandeln (mit Haut)
etwas Mehl
evtl. Walnusskerne zum Verzieren

Backbleche mit Backpapier auslegen. Puderzucker durchsieben.
Eiweiß und 1 Prise Salz mit den Schneebesen des Rührgeräts steif schlagen, Puderzucker dabei nach und nach einrieseln lassen.

Ofen auf 150 Grad vorheizen.
Zum Bestreichen der Sterne 6–8 EL Eischnee in die Spritztülle füllen. Zimt und Mandeln mischen, unter den übrigen Eischnee heben.
Teig auf einer mit Puderzucker bestäubten Arbeitsfläche ca. 1/2 cm dick ausrollen. Sterne in verschiedenen Ausstechgrößen und -formen ausstechen, dabei die Ausstecher zwischendurch öfter in Mehl tauchen, Mehl abklopfen. Rest Teig immer wieder verkneten, ausrollen und ausstechen.
Sterne auf die Bleche setzen. Eischnee auf die Sterne spritzen und verstreichen.
Zuerst den Rand rundherum nachzeichnen und dann den Rest ausfüllen, so geht es am besten und die Sterne haben eine schöne Form. Evtl. mit Walnüssen verzieren. Im Ofen ca. 15 Minuten backen.
Auskühlen lassen.
Zimtsterne halten sich mit einem Apfelschnitz in den Keksdosen 2–3 Wochen.

Dann wünsch ich euch viel Spaß beim Nachbacken.

Con amore Andrea

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Zum Nikolaustag gibt es Husarenkrapfen

Von draus vom Walde komm ich her,
Ich muss euch sagen es duftet sehr.
All überall auf den Tannenspitzen
Sah ich leckere Plätzchen sitzen……

Unter anderem auch Husarenkrapfen (auch Engelsaugen genannt)

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Plätzchen dieser Art liebe ich über alles, das fruchtige im Teig und dann noch die Mamelade, hmmmm köstlich.
Als Kind hab ich schon immer die Kekse mit Marmelade aus der Packung gepickt.
Die „Krapfen“ sind total einfach und super lecker. Den Teig hab ich am abend noch fertig gemacht, in den Kühlschrank über nacht und am Morgen hab ich dann gebacken.

Zutaten
100g Mehl
40g Puderzucker
1 Pkg. Vanillezucker
Abgeriebene Schale einer halben Bio Orange
Prise Salz
2 Eigelb
(Eiweiß aufheben für Eiweißgebäck, Rezept gibts auch bald hier
60g kalte Butter in Würfel
4 EL Himbeeregelee

Für den Teig alle Zutaten vermischen, verkneten und 1 Std kühl stellen.
Ofen auf 150° C vorheizen.
Aus dem Teig eine Rolle mit ca 3cm Ø formen, 30 Stücke a 1 cm abschneiden und aus den Stücken Kugeln formen.
Die Kugeln auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen, leicht andrücken und mit einem Kochlöffelstiel die Mulden für die Füllung reindrücken.
Nicht bis zum Boden durchdrücken.
Gelee verrühren und mit einem Teelöffel in die Mulden füllen.
Durch die Hitze im Ofen wird das Gelee dann schön glatt und glänzend.
Nun das Blech für 12-15 Min in den Ofen geben und den leckeren Orangenduft geniessen.
Wenn die Krapfen fertig sind auf ein Gitter zum auskühlen legen und gleich mit Puderzucker bestreuen, so hebt er besser.

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Ich wünsche Euch viel Spaß beim nachbacken.

Con Amore Andrea

Die 1. Plätzchen (Biscotti di natale)

Endlich ist es so weit, es kann gebacken werden, bis das Ofenrohr glüht.
Ich war auch schon ganz fleißig. Die ersten Sorten sind gebacken.

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Die Vorbereitung geht schon etwas länger. Zeitschriften druchgestöbert, Backbücher gelesen nach leckeren Rezepten gesucht und aufgeschrieben was gebacken wird.
Ich liebe es jedes Jahr aufs Neue in der Küche zu stehen mit Chrismassongs, Lichterketten und Kerzen.
Teig kneten, ausstechen, ausrollen bis es dann endlich duftet und Weihnachtsstimmung verbreitet wird.
Bei uns liegt auch noch Schnee…perfekt.

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Das 1. Rezept das ich Euch vorstellen darf ist von meiner Ur-Oma über meine Mama zu mir gekommen.
Nach diesem Rezept haben wir schon gebacken als ich noch ein Kind war.
Man kann daraus einfache „Ausstecherle“ mit bunten Streuseln machen(für oder mit Kinder ideal)
Eleganter sind Spitzbuben oder Terrassen.
Ich habe alles gemacht.

Der Teig reicht für ca 50 Austecherle (bzw. 18 Terrassen oder 25 Spitzbuben) 2 Bleche

So nun aber zum Rezept

300g Mehl
Prise Salz
150g Zucker
1 Pkg. Vanillezucker
2 TL Backpulver
2 Eigelb
(Eiweiß aufheben für Eiweißgebäck, Rezept gibts auch bald hier)
200g Butter in Würfel

Wie immer bei einem Mürbteig natürlich die trockenen Zutaten mischen, in der Mitte eine Mulde machen, Eigelb in die Mulde geben und Butter in Würfelen auf den Rand und alles vorsichtig (sonst läuft das Eigelb weg) mit den Händen verkneten. So wäre es perfekt.
Geht aber natürlich auch mit einem Handmixer und Knethaken.
Meistens entstehen so nur Krümel dann müsst ihr kurz mir der Hand nachkneten, das geht aber gut und schnell. Und wenn man ein bisschen geknetet hat fühlt es sich gleich noch mehr nach „selbstgemacht“ an.
Ich habe wieder meine über alles geliebte „Kitchen Aid“ benutzt. Sie fasziniert mich jetzt schon genau seit 2 Jahren. Alles in die Schüssel, Knopf an und warten bis ein Teigball entstanden ist und fertig. Ein besseres Geschenk hat es für eine Zuckerbäckerin wie mich nicht geben können.
Den Teig nun für eine halbe Std in den Kühlschrank legen.
In der Zeit schau ich immer schon mal nach weiteren Rezepten und bereite eventuell den nächsten Teig vor, oder ich ruh mich mit einer Tasse Tee aus und stöber in Weihnachtszeitschriften nach Leckereien und Bastelideen.

Ofen auf 180° vorheizen.
Jetzt könnt ihr den Teig wie gewohnt ca. 3mm dich ausrollen, ausstechen, auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen und bei 180° C 8 Minuten backen.
Die Austecherle bestreich ich vor dem backen mit Eigelb und streu bunte Streusel drauf.
Die Terassen und Spitzbuben werden „nackig“ gebacken und bekommen ausgekühlt dann ihren letzten Schliff.
3EL Johannisbeergeele erhitzen und zwischen die einzelnen Lagen geben, und aufeinander setzen.
Mit Puderzucker bestreuen und schon kann man die Schönheiten verspeisen oder verschenken.

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Morgen gib es dann die Husarenkrapfen die auch auf dem Bild abgebildet sind.

So jetzt wünsch ich Euch eine schöne Restwoche, vielleicht kommt ihr dazu mein Rezept nach zubacken.
Würde mich über Kommentare freuen.

Con Amore Andrea